KUBA 5.1

KUBA unterstützt die Verwaltung und Dokumentation der Bausubstanz, von Inspektionen und Erhaltungsmassnahmen zu Kunstbauten sowie die Ermittlung von Erhaltungsmassnahmen, Zustandsentwicklung und Finanzbedarf.

Der Betrieb und Unterhalt von Kunstbauten, wie z.B. Brücken, Galerien, Stützmauern und Tunnel, stellt eine grosse Herausforderung dar. Ziel eines Infrastrukturbetreibers ist es unter minimalem finanziellen Mitteleinsatz den volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen der Infrastruktur über den gesamten Lebenszyklus zu optimieren.

Dazu ist eine effektive und effiziente Dokumentation der Bausubstanz sowie von Inspektionen und durchgeführten Erhaltungsmassnahmen nötig. Nur so kann eine fundierte Beurteilung vorgenommen und der Umfang und Auslösezeitpunkt von Erhaltungsmassnahmen in einem gesamtwirtschaftlichen Kontext beurteilt werden.

KUBA ist ein modular aufgebautes Softwaresystem zum Management von Kunstbauten wie Brücken, Galerien, Stützmauern und Tunneln.

Die einzelnen Module von KUBA unterstützen den Infrastrukturbetreiber bei
• der Verwaltung und Dokumentation von der Bausubstanz, Inspektionen und Erhaltungsmassnahmen (Modul KUBA-DB),
• der Ermittlung optimaler Erhaltungsstrategien, der Berechnung zugehöriger Zustandsprognosen und deren Finanzbedarf sowie der Ermittlung vorgeschlagener Massnahmen (KUBA-MS),
• der Beurteilung der Befahrbarkeit von Routen bzw. deren Tragwerke durch Sondertransporte (KUBA-ST),
• der Auswertung aller erfassten Daten (KUBA-RP),
• der Administration der Anwendung (KUBA-ADM) und
• der Darstellung der Inhalte über einen Web-Browser (KUBA-Web).

Weiterhin erlauben mobile Lösungen (KUBA-Mobile auf Windows-Tablet-PC und iPad mini) die Inspektion der Kunstbauten im Feld im Offline-Modus, wodurch externe Ingenieurbüros bequemt beauftragt werden können.

Die Software wurde im Auftrag des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) entwickelt. Zurzeit wird KUBA vom ASTRA (Betreiber des schweizerischen Nationalstrassennetzes) und mehr als 20 Kantonen bei der Erhaltungsplanung von Kunstbauten (Brücken, Tunnel, Stützmauern, etc.) eingesetzt. Die fachlichen Grundlagen von KUBA 5.1 entsprechend den neusten anerkannten Methoden im Erhaltungsmanagement.

Steckbrief:

Auftraggeber: Bundesamt für Strassen (ASTRA)

Charakteristiken: Modulare Software zum Management der Kunstbauten einschliesslich Verwaltung und Dokumentation von der Bausubstanz, Inspektionen und Erhaltungsmassnahmen sowie die Ermittlung von Erhaltungsmassnahmen, Zustandsentwicklung und Finanzbedarf.

Unsere Leistung: Fachkonzept, Leitung der Realisierung, Fachunterstützung (Level 3 Support)

Technologie: .Net 3.5, WCF, WPF und Silverlight

Besonderheiten: Microsoft .NET Swiss Innovation Award 2010

Projektbeginn: 2003 (laufend)

Weiterführende Links:

www.mistra.ch

www.unit.solutions

Informationsbroschüre

Organisatorische Fragen:

Wie hoch sich die Lizenzkosten?
KUBA wurde bis vor kurzem Betreibern von Verkehrsinfrastrukturen kostenlos angeboten. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) ist zu den aktuell geltenden Lizenkosten anzufragen.

Wie kann ich KUBA als Gemeinde/Kanton/Organisation betreiben?
KUBA kann auf kommunaler und kantonaler Ebene und von anderen Betreibern von Infrastrukturanlagen, wie z.B. Schienennetzbetreibern, zur Verwaltung von Kunstbauten benutzt werden. KUBA wird vom Bundesamt für Informatik und Telekomunikation (kurz BIT) betrieben und genügt somit den höchsten Sicherheitsstandards. Der Zugriff auf KUBA erfolgt über eine Weboberfläche; innerhalb einer Organisation wie eine Gemeinde kann mittels eines sog. Smart- Clients so gearbeitet werden, wie wenn KUBA lokal installiert wäre. Ein weiterer Vorteil von KUBA ist, dass eine grosse Anzahl von Fachkatalogen für eine eindeutige Typisierung der Bausubstanz, Inspektionen und Erhaltungsmassnahmen zur Verfügung stehen und die Infrastruktur in einem bedarfsgerechten Detailierungsgrad modelliert werden kann. Ein Kanton kann z.B. die Bausubstanz, deren Zustand und Schäden bis auf Bauwerksteilebene erfassen, währenddem eine Gemeinde entscheiden kann, die Bausubstanz und deren Zustand nur auf Bauwerksebene zu erfassen. Ausserdem kann eine Organisation selber festlegen, welche Eigenschaften vom Bauwerk oder deren Bauwerksteile für sie von Bedeutung sind und nur diese sehen/verwalten.

In welchen Sprachen ist KUBA verfügbar?
KUBA gibt es in Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch und Serbisch.

Wie kann ich auf KUBA zugreifen?
Der Zugriff auf KUBA kann über eine Web-Applikation (nur lesend), mittels eines Smart-Client (lesend und schreibend) oder mit mobilen Endgeräten (für Inspektionen) erfolgen.

Muss ich Segmente erfassen um KUBA-MS zu verwenden?
Nein, es ist nicht nötig Segmente zu erfassen. Für die Verwendung von KUBA-MS müssen die konstenbestimmenden Bauwerksteile, deren Ausmasse, Bauart und Zustand erfasst sein.

Fachliche Fragen:

Wie werden die optimale Erhaltungsstrategie und der langfristige Finanzbedarf berechnet?
Die netzweite, optimalen Erhaltungsstrategie und der daraus resultierenden Finanzbedarf werden mit Hilfe eines Markov-Entscheidungsprozesses berechnet. Dabei wird der Verfall der einzelnen Bauwerksteile (z.B. einem Widerlager aus Stahlbeton, Träger aus Stahlbeton, etc.) als ein zeitdiskreter stochastischer Prozess mit endlichem Zustandsraum modelliert. KUBA-MS berechnet die optimalen Erhaltungsstrategien sowie den resultierenden Finanzbedarf. Somit können mit Hilfe von KUBA der volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Nutzen der Infrastruktur über den gesamten Lebenszyklus betrachtet und der Mitteleinsatz optimiert werden.